Wenn das Musor Flötenquartett spielt, so wird eine ganz besondere Sprache hörbar – sie haben ein Gespür dafür, Klangfarben zu erzeugen und eine besondere Atmosphäre zu schaffen – Momente, in denen die harmonischen Zusammenklänge der vier Flöten mit einer wunderbaren Klarheit und Eleganz ertönen.

Mit viel Aufmerksamkeit widmen sie sich den Feinheiten, die die Besetzung erst zum Klingen bringen. Mitreißend und mit vollem tänzerischen Schwung aber auch stellenweise mit großer Sensibilität interpretiert das Musor Flötenquartett ihre Musik..

Musoretten

Das Musor Flötenquartett hat sich als international tätiges Ensemble mit einer eigenständigen klanglichen Handschrift etabliert. Auszeichnungen wie der 2. Preis beim Internationalen Kuhlau-Wettbewerb in Uelzen sowie der 2. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in der spanischen Stadt Vinaròs markieren wichtige Stationen eines kontinuierlichen künstlerischen Weges. Ein Stipendium der Werner Richard–Dr. Carl Dörken Stiftung begleitete diese Entwicklung ebenso wie die frühe Förderung durch die Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“. Auf Konzertpodien im In- und Ausland entfaltet Musor eine Musik, die von Präzision und feinem Gespür für Klangfarben geprägt ist. Die vier Flötistinnen bringen ihre umfassende Erfahrung aus renommierten Orchestern wie dem Beethoven Orchester Bonn, dem Philharmonischen Orchester Hagen und dem Oldenburgischen

Staatsorchester in die kammermusikalische Arbeit ein und verbinden orchestrale Tiefe mit kammermusikalischer Transparenz. Gegründet wurde das Ensemble 2006 von Laia Frutos Bobi, Gemma Corrales Argumánez, Ekaterina Ryzhova und Eva Maria Thiébaud, die sich während ihres Studiums an der Musikhochschule Köln kennenlernten. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine enge künstlerische Zusammenarbeit, getragen von gemeinsamer Neugier, klanglicher Offenheit und dem Wunsch, das Flötenquartett als Ausdrucksform weiterzudenken. Die Programme von Musor umfassen Werke aus allen Epochen der Musikgeschichte und werden durch eigene Arrangements kontinuierlich erweitert. Vom hellen Schimmer der Piccoloflöte bis zur warmen Tiefe der Bassflöte entsteht ein vielschichtiges Klangspektrum, das vertraute Musik in neuem Licht erscheinen lässt und das Publikum in differenzierte, lebendige Klangräume führt.

Gemma Corrales

Laia Frutos Bobi

Eva Maria Thiébaud

Ekaterina Ryzhova

Aspects Féminins

Album: Klangbilder von Sensibilität, Stärke und schöpferischer Vision

1. Capricieuse aus Quatre Aspects Féminins von Pierre Paubon.

2:00

2. Ouvertüre - Orfeo - Claudio Monteverdi

1:28

3. La Sciate - Orfeo - Claudio Monteverdi

0:47

4. Ritornello - Orfeo - Claudio Monteverdi

1:40

5. IV Satz aus dem Quartett für 4 Flöten von Sofia Gubaidulina

2:04

Aspects Féminins ist eine musikalische Reise durch Jahrhunderte weiblicher Inspiration – ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Komponistinnen, Bearbeiterinnen und Interpretinnen. In diesem Programm treten weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: als kreative Kraft, als formende Hand und als hörbare Stimme.

Den Auftakt bildet die „Orfeo Suite“ von Claudio Monteverdi (1567–1643), neu gestaltet von Ekaterina Ryzhova. Monteverdis barocke Klangwelt erfährt durch ihre feinsinnige Handschrift eine neue Leuchtkraft: die Geschichte von Liebe und Verlust verwandelt sich in ein zeitloses musikalisches Ritual.

Mit der „Sérénade aux étoiles“ von Cécile Chaminade (1857–1944) erklingt ein poetisches Nachtstück voller Eleganz und zarter Melancholie – ein Werk, das die oft überhörte Stimme einer der bedeutendsten Komponistinnen ihrer Zeit ins Licht rückt.

Die „Quatre Aspects Féminins“ von Pierre Paubon (1910–1995) – vier musikalische Miniaturen, die das Weibliche als Spiegel vielfältiger Seelenzustände zeichnen – entfalten in ihrer Interpretation eine feine Balance zwischen Spiel und Ernst, zwischen Charakter und Gefühl.

In Ma mère l’oye, neu gestaltet von Ekaterina Ryzhova, lässt Maurice Ravel die Welt der französischen Märchen lebendig werden – zart, träumerisch und voller Poesie. Die „Mutter Gans“, Sinnbild der Erzählerin alter Feengeschichten, steht für jene weibliche Stimme, die Fantasie und Erinnerung bewahrt.

Musor Flötenquartett bei den Aufnahmen in der Immanuelskirche Wuppertal

Den Schlusspunkt setzt das „Quartett für vier Flöten“ der großen russischen Komponistin Sofia Gubaidulina (1931–2025). Ihre Musik ist spirituell, kompromisslos, voller innerer Kraft – ein Werk, das in den Raum hineinhorcht, bis Klang und Stille eins werden.

Ein Programm, das zeigt – weibliche Kreativität ist keine Randnotiz der Musikgeschichte, sondern ihr lebendiges, pulsierendes Herz. Aufgenommen am 27. und 28. November 2020 in der Immanuelskirche Wuppertal, unter der Tonregie von Georg Bongartz, vereint Aspects Féminins weibliche Klangkunst in all ihren Facetten – sensibel, mutig und grenzenlos schöpferisch. In den Bearbeitungen von Ekaterina Ryzhova entsteht eine neue Klangsprache: feinfühlig und kraftvoll zugleich, verwurzelt in der Tradition und doch von zeitloser Modernität.

Musikvideo

Zwischen hunderten von Schallplatten und echter Musikgeschichte

Wir haben unsere Klänge in die außergewöhnliche Kulisse der Vinyl Lounge gebracht. Taucht mit uns ab in eine Welt aus schwarzem Gold und guter Musik.

Ein riesiges Dankeschön für die großartige visuelle Umsetzung geht an Axel Fuhrmann und die DokFabrik.

Musikvideo

Zwischen hunderten von Schallplatten und echter Musikgeschichte

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Ein riesiges Dankeschön für die großartige visuelle Umsetzung geht an Axel Fuhrmann und die DokFabrik.

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